Eingedenk

Wenn Storable nicht mehr reicht

Geschrieben am 25.02.2007, 01.44 Uhr
Kommentare:  4 | Tags: eingedenk perl programmierung

Eine kleine Systemnachricht an alle, die die Innereien von Eingedenk interessant finden. Alle anderen lesen bitte das andere kranke Zeug.

Einige der geneigteren Leser wissen, wie Eingedenk entstanden ist - nämlich durchaus evolutionär. Angefangen hat alles mit der Entdeckung des Perl-Moduls Storable, das auf sehr einfache Weise komplexe Datenstrukturen serialisiert und mittlerweile zur Standarddistribution gehört. Der meiste Kram wuchs darum herum, je nach dem, was ich gerade glaubte zu brauchen. Oh, dachte ich bei mir, das ist ja einfach, und schob ein paar Einträge und Kommentare zu einem riesigen Hash zusammen, bevor ich ein bisschen Web-Kram drumherum schrieb. Im Wesentlichen hat sich seitdem am Kern von Eingedenk nichts geändert. Zwar gibt es den einen oder anderen Abstraktionslayer, aber letzendlich passiert immer eines: eine größere Datei muss geöffnet und komplett in den Speicher gelesen werden, dann wird sich daraus das eine oder andere rausgepickt und vielleicht wird diese Datei dann auch noch wieder neu geschrieben. Man kann ahnen, dass das je nach Anzahl von Zugriffen ziemlich träge werden kann.

Mir war schon seit vielen Jahren bewusst, dass es da noch sowas wie Datenbanken gab, die teilweise genau auf mein Anwendungsgebiet spezialisiert sind. Aufgrund früherer Erfahrungen mit der Grausligkeit des Datenbank-Handling von PHP habe ich in den letzten Jahren Datenbanken jedoch weit von mir geschoben. Erst vor kurzem entdeckte ich, dass mit den Perl-Modulen DBI oder sogar DBIx::Class ganz erstaunliche Nettigkeiten existieren, die einem den Alltag mit z. B. dem bei meinem Hausierer monopoligen MySQL zu einem immerwährenden Quell der Freude werden lassen. Und so entdeckte ich SQL neu: Hm, das kann ja doch was.

Und so schrieb ich die innere Modellierung von Eingedenk neu und entdeckte dabei zahlreiche Leichen im Keller. Diese sollten nun der Geschichte angehören. Ich glaube zu spüren, dass Eingedenk schon ein bisschen flotter geworden ist, anderslautende Berichte bitte umgehend an mich. Und wie Murphy es so will, entdeckte ich kurz vor Fertigstellung der geplanten Updates in Sachen Abstraktion und Modellierung weitere Nettigkeiten wie CGI::Application, CGI::Prototype und letzendlich Catalyst, die Laune darauf machen, den ganzen Klumpatsch hinzuschmeißen und alles noch viel schöner und besser neu zu schreiben. Natürlich werde ich das sofort machen, sobald mir jemand weitere 24 Stunden pro Tag zur Verfügung stellt, damit ich meine Lieblingsuni oder meine bezaubernde Tanzpartnerin nicht vernachlässigen muss. Ansonsten muss Catalyst wohl auf die nächsten beiden größeren Projekte des Gratuliertenkollegs warten, die, wie ich schon ankündigen darf, außerordentlich cool werden. Einen Anflug eines Hauches von Vorgeschmack kann man bei der Warteseite von myTaggr.com erahnen. Warten lohnt sich! :-)

Kommentare

Kirel
25.02.2007, 12.58 Uhr

"Eine größere Datei muss geöffnet und komplett in den Speicher gelesen werden, dann wird sich daraus das eine oder andere rausgepickt und vielleicht wird diese Datei dann auch noch wieder neu geschrieben."

Warum ich mich bisher sträubte überhaupt, richtig mit meinem Blog anzufangen. Ich recherchiere noch die Möglichkeiten. Und Storable ist zwar nett, aber irgendwie nicht zufriedenstellend.

Crash
26.02.2007, 09.43 Uhr

Catalyst ist wirklich sehr ansprechend. Ist allerdings mit einer langwährenden Installation verbunden. Das stellt mich vor das Problem, es auf meinem Webserver zu installieren. Einfach zu viele Abhängigkeiten. :-)

Malte
04.03.2007, 03.36 Uhr

Ich bin bislang mit diversen Datenbanken gut gefahren. Tun die das nicht auch für Blog? Und warum nicht? Wenn überhaupt? Ach, crivens!

Renee
18.03.2007, 16.44 Uhr

@Crash: Wenn Du Catalyst einmal installiert hast (auf dem Entwicklungsrechner) und die Webapplikation steht, dann einfach mit PAR alle Abhängigkeiten packen und ab auf den Server...
Sollte ganz gut klappen...

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