Eingedenk

Interview: Architekten unter sich

Geschrieben am 27.10.2006, 12.54 Uhr
Kommentare:  3 | Tags: architektur interview

Er hat schon im Jahre 42 v. Chr. an opulenten Bronze-Aquädukten gearbeitet. Ein lebendes Fossil der Baukunst gibt uns die Ehre.

Zu Gast begrüßen wir den weltberühmten Star-Architekten Rainer Høn, der sich zwischen einer Bauaufsicht in Koala Lumpi und einer Eröffnung des neuen Word Bait Center bereiterklärt hat, unseren interessierten Lesern einige interessante Einblicke in das Leben eines weltberühmten Star-Architekten zu geben.

Eingedenk: Herr Høn, Sie sind seit 1872 im Geschäft und bauen bereits seit dem ersten Weltkrieg bekannte Weltkulturbauten in Südostasien und Oberschlesien. Wie hält man so etwas durch? Ist man da nicht nach einem Jahrhundert ausgelaugt?

Høn: Nein. Sehen Sie, ich habe ja bereits 1864 mit meiner Lehre zum Schuster angefangen. Damals haben wir noch an der chinesischen Mauer gelernt und Flechtenbewuchs gegessen. Das ist noch echte Architektenkunst. Man kann sie vom Mond aus sehen! Immer neue Aufträge zu interessanten Themen halten mich auf Trab und jung. Man lernt nie aus und es gibt viele aufregende Leute zu besichtigen.

Eingedenk: Das kann man wohl sagen. Immerhin haben sie in den letzten 50 Jahren an einem Drittel aller Wolkenkratzer im östlichen Amazonasbecken mitgewirkt. Wenn man so viele verschiedene Bauwerke errichtet, wie schaffen Sie sich neue Inspiration? Gibt es Tage, an denen Ihnen einfach nichts mehr einfällt?

Høn: Aber sicher und darüber bin ich auch sehr froh. Sehen Sie, es ist doch für alle Beteiligten ein Grund zur Freude, wenn meine Brücken und Wolkenkratzer mal stehenbleiben.

Eingedenk: Äh, ja. Anderes Thema. Wie halten Sie es mit dem Nachwuchs? Bilden Sie auch aus? Immerhin werden auch Sie eines Tages nicht mehr da sein, wer soll dann so interessante Bauten wie etwa die Maulwurfshügel von Gievenbeck oder das Reissackmausoleum in Back'dat errichten?

Høn: selbstverständlich bilde ich aus. Viele meiner Schüler sind allerdings inzwischen erwachsen und die meisten von ihnen lange tot. Das passiert eben, scheißen Sie sich nicht an!

Eingedenk: Äh, gut. Haben Sie noch einen Tipp für den hoffnungsvollen Architektennachwuchs?

Høn: Aber sicher. Die Wohnhäuser, die Ihr baut, werden durch einen einfachen Trick für mehr Menschen nutzbar und insgesamt heller und leichter zu belüften. Man muss sie einfach innen hohl gestalten. Es empfiehlt sich, das bereits während der Bauphase zu bedenken, damit man nicht nachher das Haus durch die Fenster aushöhlen muss.

Eingedenk: Tschüß.

Kommentare

reieRMeister
27.10.2006, 13.52 Uhr

Wie hast Du das denn geschafft? Ich hab schon seit einigen Parabelsekunden versucht ein Interview mit Høn zu bekommen, aber er hat sich immer aus der Affäre gezogen ... Und dann bleibst Du mit Deinen Fragen so über der Gürtellinie. Respekt!

Mirko Westermeier
27.10.2006, 13.56 Uhr

Lieber reieRMeister,

es gibt Situationen und Menschen, bei denen möchte man sich ausschließlich oberhalb der Gürtellinie aufhalten.

Freundliche Grüße

derPOLIZEI
28.10.2006, 21.13 Uhr

Hallo liebe Jungen und Mädchen,

Høns Aussage, dass die Glosse Mauel (So nennt man sie vor Ort) vom Mond aus zu sehen ist, wird von vielen angezweifelt. Dazu gehören auch Experten wie der dänische Astronaut Dår Pølizåi. Sein ausdrücklicher Wunsch war es, euch folgenden Hyperlink zu präsentieren.

http://www.china9.de/reisen/sehenswuerdigkeiten/grosse-mauer.php

Bemüht man eine Suchmaschine, kann man, so Pølizåi, noch viele andere vertrauenswürdige Zweifel bestaunen.

Taikonautische Grüße

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