MUK: Echt super, Mann!
Eine MUK ist Mirkos unvermeidliche Kurzrezension. Hier ist eine:
Was gegeben wird, weiß man ja nie, wenn man sich in eine Sneak-Preview begibt. Allerdings weiß man vorher ungefähr, welche Sprache man zu hören bekommt, wenn man nach dem Wissenserwerb dem Geschehen auf der Leinwand folgt. Die heutige Vorstellung war überwiegend von original englischen Äußerungen der schauspielenden Darsteller geprägt und versprach, eine der populäreren zu werden. Schon nach wenigen Minuten war klar: hier huschte und posaunte eine Comicverfilmung größeren Kalibers aus dem Projektor. Superman returns.
Was sich dem freudig überaschten Szenepublikum hier aber darbot, war nicht nur glattgebügeltes Ikonengeschiebe neben gewaltigen Actionstürmen, sondern auch eine einfühlsame Charakterstudie in feiner Bildsprache und subtilen Dialogen. Erzählt wird die Geschichte eines angesagten Medienfuzzis, der sich seine bezaubernde Frau von einem Kostümhansel ausspannen lässt, nachdem er sich diesem zunächst freundschaftlich angebiedert hat. Seine ständigen Sympathieanleihen lassen die Facetten seines inneren Konflikts mehrfach deutlich, aber auch leise und versteckt hervorfunkeln und -glänzen, was der Erzählung Kraft, Tempo und Tiefgang verleiht. In ausdrucksstarken Nebenrollen überzeugen Brandon Routh (Clark/Superman), Kate Bosworth (Lois Lane) und Kevin Spacey (Lex Luthor).