Sensation: neues Tier entdeckt: Widerhakenamoebe (Amoeba barbus)
Der Schmarotzer Amoeba barbus (populär: Widerhakenamöbe) ist anscheinend eine spezielle Mutation der Amoeba proteus, die im Amazonasbecken bisher zu unidentifizierbaren Krankheitsbildern geführt hat.
Die Amöben (griechisch amoibos = wechselnd) oder Wechseltierchen, zu denen die bekannteste Art Amoeba proteus gehört, sind weit verbreitete, ihre Gestalt laufend ändernde Einzeller ohne feste Körperform.
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Zur Gruppe der Amöben gehören Arten, die nur 90 µm groß sind, aber auch Formen mit bis zu 0,8 mm Durchmesser, die damit zu den größten Einzellern gehören.
Bei den vorliegenden Stämmen handelt es sich allerdings um bis zu 2,5 cm große Tiere, die im Klumpen Koloniegrößen von bis zu 15 cm Durchmesser einnehmen können. Die besonders luftundurchlässige sämige Struktur dieser Klumpen führt auch zu den Erstickungserscheinungen, die die Forschung an dieser Art erst richtig motiviert hat.
Die Tiere befallen nämlich den Dorsum linguae (Zungenrücken) von Menschen. Sobald ein Exemplar Fuß gefasst hat (durch äußerst dauerhaftes Ansaugen), bilden sich an der Oberseite widerhakenförmige Ausstülpungen, in denen sich Essenreste verfangen. Die oftmals organischen Essensreste werden in einem noch nicht ausreichend erforschten Vorgang assimiliert und als Biomasse in den durch Zellteilung und Fremdnahrungsaufnahme sich bildenden Amöbenklumpen aufgenommen, der dadurch schnell anwächst, besonders weiter in Rachenrichtung. So kann es schon nach drei Mahlzeiten zu Populationsgrößen von bis zu 100 Individuen kommen. Die Amöben, die den beschriebenen Faust- bis Handball-großen Klumpen bis tief in den Wirtsrachen bilden, bedingen so ein äußerst qualvolles Ersticken und/oder Verhungern. Durch die feste Verankerung in der Zunge konnte eine Entfernung des schnell formwandelbaren Klumpen bisher ohne direkte Todesfolge nicht vorgenommen werden.
Derzeit sind die Widerhakenamöben besonders am nördlichen Amazonasbecken weit verbreitet. Einzelfälle wurden aber bereits in südlichen Regionen Norwegens entdeckt, so dass von einer weltweiten Ausbreitung auszugehen ist, da die Vermehrung und Verbreitung sehr schnell vonstatten geht. Hoffen wir, dass es nicht zu einem menschheitsbedrohenden Befall kommt!