Eingedenk

Sensation: neues Tier entdeckt: Widerhakenamoebe (Amoeba barbus)

Geschrieben am 09.05.2006, 10.54 Uhr
Kommentare:  2 | Tags: reportage sensation tier

Nachdem unsere Arbeitsgruppe des Gratuliertenkollegs Hüfferstift der WWU Münster schon vor kurzem maßgeblich an der Entdeckung und Beschreibung des bis dahin unbekannten Einsiedleruhus mitgewirkt hat, konnten nun weitere erstaunliche Forschungsergebnisse zur Klassifizierung einer noch unbeschriebenen bösartigen Amöbenart führen.

Der Schmarotzer Amoeba barbus (populär: Widerhakenamöbe) ist anscheinend eine spezielle Mutation der Amoeba proteus, die im Amazonasbecken bisher zu unidentifizierbaren Krankheitsbildern geführt hat.

Wikipedia: Amöbe:

Die Amöben (griechisch amoibos = wechselnd) oder Wechseltierchen, zu denen die bekannteste Art Amoeba proteus gehört, sind weit verbreitete, ihre Gestalt laufend ändernde Einzeller ohne feste Körperform.

[...]

Zur Gruppe der Amöben gehören Arten, die nur 90 µm groß sind, aber auch Formen mit bis zu 0,8 mm Durchmesser, die damit zu den größten Einzellern gehören.

Bei den vorliegenden Stämmen handelt es sich allerdings um bis zu 2,5 cm große Tiere, die im Klumpen Koloniegrößen von bis zu 15 cm Durchmesser einnehmen können. Die besonders luftundurchlässige sämige Struktur dieser Klumpen führt auch zu den Erstickungserscheinungen, die die Forschung an dieser Art erst richtig motiviert hat.

Die Tiere befallen nämlich den Dorsum linguae (Zungenrücken) von Menschen. Sobald ein Exemplar Fuß gefasst hat (durch äußerst dauerhaftes Ansaugen), bilden sich an der Oberseite widerhakenförmige Ausstülpungen, in denen sich Essenreste verfangen. Die oftmals organischen Essensreste werden in einem noch nicht ausreichend erforschten Vorgang assimiliert und als Biomasse in den durch Zellteilung und Fremdnahrungsaufnahme sich bildenden Amöbenklumpen aufgenommen, der dadurch schnell anwächst, besonders weiter in Rachenrichtung. So kann es schon nach drei Mahlzeiten zu Populationsgrößen von bis zu 100 Individuen kommen. Die Amöben, die den beschriebenen Faust- bis Handball-großen Klumpen bis tief in den Wirtsrachen bilden, bedingen so ein äußerst qualvolles Ersticken und/oder Verhungern. Durch die feste Verankerung in der Zunge konnte eine Entfernung des schnell formwandelbaren Klumpen bisher ohne direkte Todesfolge nicht vorgenommen werden.

Derzeit sind die Widerhakenamöben besonders am nördlichen Amazonasbecken weit verbreitet. Einzelfälle wurden aber bereits in südlichen Regionen Norwegens entdeckt, so dass von einer weltweiten Ausbreitung auszugehen ist, da die Vermehrung und Verbreitung sehr schnell vonstatten geht. Hoffen wir, dass es nicht zu einem menschheitsbedrohenden Befall kommt!

Kommentare

Dr. Singh
09.05.2006, 16.04 Uhr

Geschaetzte Damen und Herren,

mit grosser Freude erhielten wir die Nachricht, dass Sie die Forschung an dieser interessanten und schlimmen Art vorantreiben. Vor drei Monaten erkrankte unsere kleine Tochter Rinshi an einer Abart dieses teuflischen Amoebenbefalls und ging wenige Tage spaeter elendig zugrunde. Vor wenigen Stunden stellten wir auch bei unserem Zweitgeborenen eine Zungenamoebe fest.

Schon sein Stunden versuchen wir, die nigerianische Gesundheitsbehoerde in Kenntnis zu setzen um Gegenmassnahmen zu ergreifen. Leider kann man uns aus finanziellen Gruenden nicht helfen. Ich bitte Sie instaendig, Ihre Forschung weiter voranzutreiben und ersuche alle engagierten und beseelten Kinder Gottes um finanzielle Hilfe fuer unseren Sohn Burbu, der schon seit heute morgen keine feste Nahrung zu sich genommen hat und mittlerweile unter Angstzustaenden und Fiberwahn leidet.

In ehrfuerchtiger Erwartung
Dr. Singh, Nigeria

<Anonym>
04.06.2006, 22.35 Uhr

Mirko, Du hast echt zu viel Zeit... :P

Einen Kommentar schreiben

:
:
(für Gravatare. Wird nicht veröffentlicht)
:
(muss erst freigeschaltet werden)