Eingedenk

Neuste Erkenntnisse: Spontanmetamorphose der Arachnida

Geschrieben am 19.08.2005, 23.46 Uhr
Kommentare:  1 | Tags: reportage sensation spinnen tier

Die Wissenschaft hat festgestellt, dass unser Hausstaub mehr enthält: Spinnen. Abertausende, allerdings auf eine transzendente Weise.

Hochverehrte Vertreter, geschätztes Gremium, lieber Sven,

die Physiker im Gremium wird nicht wundern, dass eine Entität mehrere Zustände beherbergen kann, die je nach Bedarf eintreten. Eine weltliche Konkretisierung dieser bemerkenswerten Eigenschaft wurde jüngst den wachsamen Augen zuteil, als Studien ergaben, dass Spinnen bei Bedarf spontan aus Hausstaub entstehen können. Diese wunderbare Metamorphose findet in drei Phasen statt, die hier darzulegen mein Auftrag, liebes Gremium, ist:

  1. Ansammlung von Geist in Staub

    Wie jede Hausfrau weiß, hält sich Hausstaub in bevorzugter Weise nähens der geschützten Ecken im modernen Haushalt auf. Auch geschützte Spalten und Falten im Wamse des Hausherrn sind gefundene Tummelplätze für die kleinen Flöckchen, die so manchen Hausstauballergiker verschreckt aufniesen lassen. Heute weiß man: diese leicht zu beobachtende Tendenz ist Folge eines beseelten Suchprozesses nach geeigneten Pupporten. Bei der Findung dieser Orte legte die Testsubstanz eine beeindruckende Treffsicherheit zutage, was die untersuchenden Forscher auf eine beseelte Dynamik schließen ließ.

  2. Verpuppung

    Hat sich eine kritische Menge von Hausstaub in einer lichtgeschützten Wiege (Fachbegr. d. Forsch. d. Spontanmetamorphose) gefunden, so kann die Verpuppung beginnen. Dies geschieht jedoch transzendent, auf eine parallele Weise. Der Hausstaub spaltet seine Existenz auf in eine Puppe und eine Hausstaubwelt, wovon die meisten Hausstaubweibchen die Puppe bevorzugen (noch unbestätigte Vermutung des Herrn W., aber der hat immer Recht), auf. So kann bei Bedarf ein spätere Spontanentstehung realisiert werden, die der Fassung der bisherigen Forschung erfolgreich verlustig ging.

  3. Spontane Auferstehung

    Liegt ein reizschwelliger Bedarf an (wobei dies von Land, Luftdruck und einigen psychischen Umfeldfaktoren abhängig ist), so kann aus der Transzendentpuppe eine reale Spinne schlüpfen. Bisherige Feldversuche haben ergeben, dass der Prozess vom Finden der Wiege an bis zum Schlupf der Konkretspinne zwischen 17 Sekunden und 42 Tagen dauern kann. Die untersuchenden Forscher sind sich mittlerweile einig, dass diese Zahlen unmöglich zufällig sein können.

Kommentare

Ducki`
21.08.2005, 23.50 Uhr

Guten Abend.
Lobenswerter und höchst informativer Beitrag, der vielen Menschen wohl die Augen öffnen wird.

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