Eingedenk

Trendsportarten im Portrait: Sturzkomposition

Geschrieben am 02.02.2007, 12.49 Uhr
Kommentare:  5 | Tags: sport trend

Skateboardsmsen, Bungeebike, Parc-Uhr, alles out. Meint zumindest unser Zukunftskorrespondent Mirko Westermeier von Eingedenk. Er stellt heute eine atemberaubende neue Trendsportart vor, die die Welt noch nicht gesehen hat.

Umdefinition. Sei die Welt idealisiert. Daraus ergibt sich eine neue Form für die Gestalt unseres Heimatplaneten. Dieser ist dann ein Punkt vom Radius 0 mit gewohnter Masse.

Daraus ergeben sich interessante neue Zusammenhänge. Nehmen wir als Beispiel den Sturz eines Menschen aus einem Helikopter aus 4000 Meter Höhe über der Erdoberfläche. In der Welt, in der Sie leben, würde dieser einen Moment lang durch die Luft sausen und dabei sein langweiliges Leben in einem noch langweiligeren Kurzfilm revue-erleben, bevor er auf der Erdoberfläche aufschlägt und seine Gestalt sich spontan einer 2D-Projektion annähert. Viel Blut und Innereien. Nicht schön.

In einer wie oben angedeutet idealisierten Welt würde statt eines Aufpralls der Proband um die Erde herum (deren Ausdehnung ja genau keine ist) fallen und auf der anderen Seite wieder in die Luft schnellen, bis er sich sehr stark verlangsamt und zurückfällt. Daraus ergäbe sich eine gleichmäßige Schwingung, die durch ein geeignetes Subionenplasmainterferenz-Interface in hörbare Schallwellen umgewandelt werden kann. Durch rechtzeitigen Abwurf von Ballaststoffen (dies geschieht bei Menschen nach einiger Zeit vollautomatisch) kann die Frequenz moduliert werden.

Ganz besonders kühne Draufgänger versuchen so, populäre Musikstücke nachzuempfinden oder sogar neue zu komponieren. Das nennt der moderne Trendforscher dann Sturzkomposition. Wir sprachen mit Edgar Steuber (25), der in der Szene besonders hohes Ansehen genießt. Durch seine Interpretationen von "You're My Heart, You're My Soul" und "Durch den Monsun" hat er die Öffentlichkeit polarisiert. Mit einer Eigenkomposition stürzte er zuletzt im Januar in die Herzen der Menschen vor allem in Bayern: seine Hommage an "I Did It My Way" gilt bei vielen als Aufruf zu einem Neuanfang, in ein neues Lebensgefühl.

Anfängern empfehlen die Szenekenner einen Grundkurs im Zentrum für Sturzkomposition bei Telgte, jedoch sei die Sportart "vollkommen ungefährlich. Jeder kann es mal selbst probieren. Es empfehlen sich für den Anfang geringere Höhen wie etwa zwei bis drei Meter."

Kommentare

Danisch Kirel
03.02.2007, 20.49 Uhr

Ich habs getan und kann es nur weiterempfehlen - der Mensch und die Naturgewalten in wilder Harmonie. Man schwingt vor und zurück, spürt die Strömung, ein leises Surren in der Luft, dann "Platsch" und der Köder liegt aus... ach... es geht gar nicht um Fliegenfischen?!?!

Malte
04.02.2007, 23.59 Uhr

Wie kann man da nur an Fliegenfischen denken..
ich schwinge das ganze Wochenende schon hin und her...
Ausprobieren, sag ich. Das haut euch von den Socken!

Mirko Westermeier
06.02.2007, 10.19 Uhr

Wir unterbrechen dieses Webdokument für eine wichtige Durchsage!

Die Eltern des kleinen Malte werden gebeten, ihren Sohn im Kinderparadies abzuholen. Er schwingt nun schon das ganze Wochenende hin und her. Keine der anwesenden Naturgewalten war imstande, seine Schwingung zu stoppen. Vielen Dank.

Mit vorzüglicher Hochachtung
Mirko Westermeier
(Fliegen, Fischen, Vögeln, alles dasselbe)

Danish Kirel
06.02.2007, 19.41 Uhr

Fliegenvögeln?

Mirko Westermeier
07.02.2007, 15.05 Uhr

Fliesensegeln.
Eingedenk.
Wir *lieben* Fliegen.

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